4. August 2020

Verlobung

Bedeutung und geschichtliches zur Verlobung

Der Verlobung zweier Menschen kommt heute längst nicht mehr die Bedeutung zu wie noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts oder gar früher. Generell gilt ein Paar als verlobt, wenn es darin übereinkommt, in näherer Zukunft zu heiraten.

Dabei spielt es juristisch keine Rolle, ob es die Verlobung offiziell publik macht, ob es Freunde und Verwandte zu einer Feier bittet, oder ob beide den Entschluss zur späteren Hochzeit nur für sich fassen. Häufig geht der Verlobung ein förmlicher Heiratsantrag voraus: Meist ist es der Mann, der in einer mehr oder weniger romantischen Umgebung die Frage der Fragen stellt. 

Häufig geht der Verlobung ein förmlicher Heiratsantrag voraus: Meist ist es der Mann, der in einer mehr oder weniger romantischen Umgebung die Frage der Fragen stellt.

Die Verlobung in früheren Zeiten

Zu der Zeit, als Frauen nahezu unmündig waren, trat der spätere Bräutigam beim Vater seiner Auserwählten an und bat ihn ganz offiziell um die Hand der Tochter. Bei dieser Gelegenheit musste er auch seine wirtschaftlichen Verhältnisse offenlegen – schließlich sollte er seine künftige Familie gut versorgen. Außerdem führten die Männer regelrechte Kaufverhandlungen, in denen die Mitgift der Braut eine große Rolle spielte.

Wenn alles zufriedenstellend geregelt und mit Handschlag besiegelt war, hatten die Verlobten immer häufiger die Gelegenheit, auch mal ein paar ungestörte Stunden miteinander zu verbringen – selbstverständlich unter strengster Beachtung der Anstandsregeln! Immerhin konnten sie sich ein bisschen besser kennen lernen, was den Einstieg in das spätere Leben allein zu zweit gewiss erleichterte.

Die Verlobung in heutiger Zeit

Auch heute noch kann man die Verlobungszeit als Vorbereitung auf die Ehe betrachten. Vor allem Paare, die bis dahin getrennt – vielleicht sogar in verschiedenen Städten – gelebt haben, nehmen die Verlobung oft zum Anlass, in eine gemeinsame Wohnung zu ziehen. Auf diese Weise können sie sich aufeinander einstellen und prüfen, ob der gemeinsame Alltag keine unüberwindbaren Schwierigkeiten bietet.

Was tun, wenn die Verlobung aufgelöst wird?

Und wenn es nicht klappt? Wenn also einer der Partner die Verlobung wieder löst? Das hat zwar emotionale, aber keine rechtliche Konsequenzen. Denn ein Verlöbnis ist nach unserem Recht zwar ein durch beide Parteien eingegangener Vertrag, seine Erfüllung ist jedoch nicht einklagbar. Wenn sich also einer von beiden wieder „entloben“ will, kann ihn der andere nicht zur Ehe zwingen, was wohl ohnehin keine gute Grundlage für eine harmonische Zweisamkeit wäre.

Es ist jedoch möglich, Geschenke wie etwa den Verlobungsring wieder einzufordern oder auch Schadensersatz zu verlangen. Das gilt heute jedoch nur noch für tatsächliche Aufwendungen, die der verlassene Partner oder andere Beteiligte in Hinblick auf die spätere Hochzeit oder die Ehe hatten.

 




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