12. November 2019

Standesamtliche Trauung

Die Standesmtliche Trauung

In den flippigen 70er Jahren galt es als besonders cool, zwischen zwei Vorlesungen oder in der Mittagspause mal eben in Jeans und Turnschuhen zum Standesamt zu schlendern, um sich trauen zu lassen. Allerdings machte schon damals unsere Bürokratie dem scheinbar spontanen Entschluss einen Strich durch die Rechnung. Denn schließlich hatte das Aufgebot lange im Voraus bestellt und öffentlich ausgehängt werden müssen.
Mittlerweile reicht die Anmeldung zur Eheschließung, bei der auf den Aushang verzichtet wird. Sie ist frühestens ein halbes Jahr vor dem geplanten Termin möglich, das man zumindest dann ausschöpfen sollte, wenn man ein besonders beliebtes Datum im Auge hat, also etwa eins als Schnapszahl oder Freitag/Samstag.
Es ist sinnvoll, schon vor Beginn der sechsmonatigen Frist mit der Zusammenstellung der notwendigen Dokumente zu beginnen.

Seit 1875 gilt bei uns die Zivilehe. Dies bedeutet, dass die Heiratswilligen vor dem Standesbeamten heiraten müssen. Eine kirchliche Trauung ohne die vorangegangene beim Standesamt ist nicht möglich.

Ohne Bürokratie keine Heirat

Jede Stadt verfügt über mindestens ein Trauzimmer, meist im Rathaus. Dort ist das Raumangebot allerdings häufig begrenzt, sodass man nur einen kleinen Personenkreis zur standesamtlichen Trauung bitten kann.
Paare, die auf die kirchliche Trauung verzichten, mögen den Rahmen oftmals etwas größer und vielleicht auch festlicher.
Wer in einem kleineren Ort lebt, hat dabei wenige Alternativen, obwohl auch dort häufig weitere Räumlichkeiten für die standesamtliche Hochzeit zur Verfügung stehen. Aber man kann durchaus auch in einer anderen Stadt heiraten.

Vielleicht schwärmen beide (!) für denselben Fußballverein, oder sie sind fasziniert von einem bestimmten Ort. Dann liegt es auf der Hand, dort auch Hochzeit zu feiern.
Die jeweiligen Internetpräsenzen bieten häufig die spezielle Rubrik „Heiraten in…..“. Sonst sieht man unter Standesamt nach. Dabei stößt man auf ungeahnte Möglichkeiten.

Trauung ohne Grenzen

Sehr beliebt als Ort für die standesamtliche Trauung sind Fernsehtürme, wo man sich dem siebten Himmel ganz besonders nah fühlt. Man genießt von dort zudem einen wundervollen Ausblick und muss sich überdies keine Gedanken um die Verköstigung machen.

Auch bei einer Fahrt im Heißluftballon schwebt das Brautpaar auf Wolke 7. Wer jedoch viele seiner Lieben beim Ja-Wort dabei haben möchte, sollte auf andere Locations ausweichen.

Wie wäre es da mit einem gecharterten Schiff? Ob kleine Barkasse oder großer Dampfer – der Kapitän und seine Crew sorgen für ein unvergessliches Erlebnis.
Ob man im Anschluss an die Trauung eine Fahrt auf dem Wasser unternimmt oder am Anleger liegen bleibt, ist lediglich eine Frage der jeweiligen Vorlieben und der Planung des restlichen Tages.