12. November 2019

Kirchliche Trauung

Das “Ja” in der Kirche

In der Katholischen Kirche gilt die Ehe als Sakrament. Gläubige Katholiken werden also unbedingt der standesamtlichen  die kirchliche Trauung folgen lassen, weil sie für ihr religiöses Empfinden mindestens denselben Stellenwert hat. Eine nicht vor Gott geschlossene Ehe gilt als gar nicht geschlossen, und Gott allein hat das Recht, eine Ehe zu beenden, also durch den Tod eines Partners. Im Umkehrschluss dürfen geschiedene Personen nicht wieder katholisch heiraten.

Bei den Protestanten sieht es ein wenig anders aus. Für sie findet die kirchliche Trauung lediglich im Rahmen eines Segnungsgottesdienstes statt, in dem das Brautpaar die zuvor standesamtlich geschlossene Ehe vor Gott bekräftigt.

Unabhängig von der Tiefe des Glaubens wünschen sich viele Brautpaare eine kirchliche Hochzeit. Vor allem Frauen betrachten die erhabene, feierliche Atmosphäre als notwendiges Zubehör zu einer stimmungsvollen Hochzeit. In einem wallenden weißen Kleid zum Traualtar zu schreiten und sich wie eine Prinzessin zu fühlen ist bereits der Traum der meisten kleinen Mädchen.

Auch für die Hochzeitsgäste ist die kirchliche Trauung das eigentlich Wichtige bei einer Hochzeit. Hier können sie die bildschöne Braut bewundern, der brausenden Orgel zuhören und den Worten des Pfarrers lauschen.

Planung und Gestaltung der kichlichen Hochzeit

Mit dem Geistlichen muss das Brautpaar im Vorfeld ein ausführliches Gespräch führen. Denn gerade in großen Gemeinden kennt er das Paar wahrscheinlich nicht besonders gut. Und er soll doch individuelle Worte finden. Früher hatte er zudem die Aufgabe, die Heiratswilligen auch über die Bedeutung der Ehe aufzuklären, wie immer dies zu verstehen war. Heute geht man dagegen davon aus, dass zwei mündige Menschen sehr gut wissen, was sie tun.

Für die Gestaltung der kirchlichen Trauung gibt es viele Möglichkeiten, die mit dem Geistlichen ausführlich zu besprechen sind: Welche Lieder sollen anstehen? Wünscht man sich lediglich Orgelmusik, soll es vielleicht eine Band mit moderner Musik sein, oder soll eine Sängerin auftreten? Welchen Blumenschmuck ist gewünscht?
Wie gestaltet sich der Einzug des Brautpaars – bei der klassischen, wenn auch inzwischen überholten, Variante erwartet der Bräutigam am Altar seine Braut, die am Arm ihres Vaters die Kirche betritt.

Ein wichtiger Aspekt ist auch der Trauspruch. In der evangelischen Kirche ist es üblich, dass man bereits dem Täufling ein Bibelzitat mit auf den Weg gibt, das häufig auch bei der Konfirmation das gleiche bleibt. Wenn einem dieser Spruch gefällt, kann man ihn getrost auch für die kirchliche Hochzeit wählen, selbstverständlich darf es auch ein anderer sein, mit dem beide Partner glücklich sind.

Foto: by Denny Tiede © Der Tiede Blick