17. Dezember 2017

Trauzeugen

Die Trauzeugen

Seit dem 1. Juli 1998 sind bei uns für die standesamtliche Trauung und für die in der evangelischen Kirche keine Trauzeugen mehr nötig. Lediglich die katholischen Pfarrer vollziehen die Trauung nur in Anwesenheit zweier vom Brautpaar benannter Zeugen.

Dennoch behalten viele Brautpaare diese Sitte bei und wählen – meist jeder für sich – eine beste Freundin, einen guten Kumpel, oder jemanden aus dem nahen Verwandtenkreis für diese Aufgabe aus. Schön ist es, wenn man als Trauzeugen den Taufpaten bittet. Vor allem, wenn er den ehemaligen Täufling auf seinem Weg ins Erwachsenenalter fürsorglich betreut und gut beraten hat. Dann wird er gewiss auch als Trauzeuge gute Dienste leisten.

Pflichten der Trauzeugen

Rein rechtlich kommt den Trauzeugen lediglich die Aufgabe zu, mit ihrer Unterschrift die Trauung zu bestätigen. Häufig erhält der Bräutigam von seinem Beistand die Ringe gereicht. Wenn auch häufig der Standesbeamte oder der Geistliche im Vorfeld diese Symbole der Verbundenheit bekommen. Dagegen soll die Trauzeugin der Braut deren Strauß während der Zeremonie halten, solange die Hauptperson ihre Hände zum Unterschreiben oder für den Ringwechsel frei haben muss.

Die Beziehung des Brautpaars zu seinen Trauzeugen sollte so eng sein, dass sie auch in möglichen Krisenzeiten ein offenes Ohr für die Anliegen hat und durch den völlig anderen Blickwinkel des Außenstehenden wertvolle Tipps für die Problembewältigung in der Ehe geben kann.

Organisation und Unterstützung

Im Rahmen der Hochzeit übernehmen die Trauzeugen häufig die Organisation des Junggesellenabschieds. Schließlich kennen sie das künftige Ehepaar besonders gut. Häufig bittet der Bräutigam seinen Trauzeugen auch, ihm Tipps für seine Graderobe zu geben, ihm also in Andeutungen zu verraten, wie das Brautkleid seiner Angebeteten aussieht – schließlich will er sein Outfit dem seiner Liebsten anpassen, ohne dass er selbst das wunderschöne Kleid im Vorfeld sehen darf.

Daneben kann man die Trauzeugen bitten, am großen Tag selbst die Brautleute zu entlasten, etwa indem sie die neu angekommenen Gäste begrüßen – besonders solange die Braut selbst noch nicht erschienen ist. In diesem Zusammenhang sollten sie überdies die mitgebrachten Geschenke auf dem Gabentisch platzieren – nicht ohne sich zu vergewissern, dass jedes auch mit einem Namensschild versehen ist. Auch Blumen müssen in Vasen versorgt sein – hier ist ebenfalls der Name des Gastes wichtig.

Foto: by Jan Weber © Jan Weber Photography