24. Januar 2018

Sitzordnung

Sitzordnung – oder wer sitzt wo?

Schon bei kleineren Einladungen muss man sich Gedanken darüber machen, wie man die Gäste platziert. Hier kann man heikle Situationen allerdings dadurch umgehen, dass man Personen, die einander nicht grün sind, einfach nicht gemeinsam einlädt. Bei einer Hochzeit sieht es allerdings anders aus. Hier treffen viele unterschiedliche Menschen zusammen – die Verwandten von Braut und Bräutigam, die jeweiligen Freunde aus früheren Zeiten und vielleicht auch Arbeitskollegen. Wer alle bei seinem Fest dabei haben möchte, muss die unterschiedlichen Interessen berücksichtigen.

Allzu schwierig ist die Tischordnung bei einer Hochzeit allerdings nicht, wenn man einige grundlegende Punkte beherzigt. Die erste Frage muss immer die nach dem Arrangement der Tische sein. Seit einigen Jahren geht man dazu über, mehrere runde Tische aufzustellen, an denen die Gäste in Gruppen von acht bis maximal zehn Personen sitzen. Der ganze Raum sieht dadurch zwar aufgelockerter aus, wirkt aber zugleich unruhig, und Gespräche zu Gästen am Nachbartisch sind kaum möglich. Auch die Entfernung zum Gegenüber ist häufig recht groß.

Tischordnung

Eine einzige lange Tafel ist wahrscheinlich nur bei eher kleineren Gesellschaften angebracht – einen endlos langen Raum wird man kaum finden. Als Alternative bieten sich U-, T- oder E-Form an. Besonders das E ermöglicht eine Unterteilung der Gäste in bestimmte Interessengruppen.

Die Tischordnung bei einer Hochzeit ist heute längst nicht mehr so streng wie noch im 20. Jahrhundert. Allerdings sollte man doch beherzigen, dass man als Brautpaar einen zentralen Platz hat, umrahmt von Eltern, Großeltern und den Taufpaten. Auch die Trauzeugen finden ihren Platz in der Nähe des Brautpaares.

Kinder sitzen meist neben einem Elternteil, allerdings kann es auch zweckmäßig sein, ihnen einen eigenen Tisch zu reservieren, vielleicht sogar mit einer eigens für sie gestalteten Menüfolge, zumindest aber mit vielen Beschäftigungsmöglichkeiten. Besonders angenehm für alle Gäste ist es natürlich, wenn man eine eigene Betreuung für die Kids engagiert.

Tischkarten

Früher regelte man die Tischordnung so, dass man verheiratete Paare trennte, befreundete dagegen nebeneinander platzierte. Auch das sieht man längst nicht mehr so streng. Es ist sicher hilfreich, die Gäste im Vorfeld zu fragen – schließlich sollen sie sich rundum wohl fühlen!

Mit dem Restaurantchef ist zu klären, bis wann er die Tischkarten benötigt. Außerdem sollte man ihn bitten, am Eingang einen Plan mit der Sitzordnung auszulegen, damit den Gästen unnötig langes Suchen erspart bleibt.