17. Dezember 2017

Schmuck für das Hochzeitsgefährt

Klassischer Schmuck

Der klassische Schmuck des Hochzeitsgefährts besteht aus einem Blumengesteck auf der Kühlerhaube, am besten auf der Beifahrerseite. Der Florist wird es den speziellen Erfordernissen anpassen und flach gestalten. Die Blüten, Farben und die Dekoration sollten aber möglichst zum Brautstrauß passen, damit der einheitliche Gesamteindruck bestehen bleibt.

Aber es gibt noch weit mehr Möglichkeiten, den Brautwagen passend herzurichten. Was bei der Tischdekoration tabu ist, nämlich den Eindruck des Überladenen zu erwecken, ist beim Hochzeitgefährt durchaus erlaubt. Wichtig ist lediglich, dass weder die Sicherheit im Straßenverkehr gefährdet ist, noch die Rundumsicht des Fahrers beeinträchtigt wird.

Sehr schön sind Blumengirlanden unterhalb der Scheiben. Sie dürfen sich gerne rund um das ganze Auto ziehen, (an die Türöffnungen denken!) sollten aber ebenfalls aus den gleichen Blüten bestehen wie Brautstrauß und andere Gestecke.

Gesteck oder Tüll?

Auch eine riesige Tüllschleife in den Hochzeitsfarben am Heck des Fahrzeugs sieht sehr dekorativ aus. Viele Brautleute (oder deren Helfer) basteln aus schwarzer Pappe einen Zylinder, den sie zusammen mit weißem Tüll oder Organza (als Andeutung des Schleiers) auf dem Autodach drapieren.

Wer ein Hochzeitsgefährt mietet (und damit den Chauffeur gleich mit), darf getrost auch auf die Vorschläge des Fahrers vertrauen. Er verfügt über reichlich Erfahrung und hat gewiss ein paar schöne Ideen parat.

Wer es lieber ein bisschen schlichter mag, kann alle Türgriffe und natürlich die Antenne mit flatternden Bändern versehen. Solche Dekorationen händigt man auch allen Hochzeitsgästen aus, damit sie ihr eigenes Fahrzeug ebenfalls damit versehen. Eine hübsche Sitte ist es auch, an den Türgriffen Luftballons anzubringen. Vor der Endstation, nämlich dem Ort der Hochzeitsfeier, kann man sie in den Himmel steigen lassen – aber bitte zuvor die behördliche Genehmigung einholen!

Mit der Limosine zur Feier

Meist fahren alle Gäste zusammen in einem Autokorso von der Trauung zum Ort der Hochzeitsfeier. Wenn es sich um eine sehr große Gesellschaft handelt, kann es zweckmäßig sein, die Ausfahrt vom Parkplatz auf die Straße zu sichern. Denn es könnte passieren, dass manche Gäste nur darauf achten, den Vordermann nicht aus den Augen zu verlieren.

Ein geschmücktes Auto darf übrigens höchsten 40 km/h fahren, eine Kutsche ist noch langsamer. Deshalb ist genügend Zeit einzuplanen.
Und laut Straßenverkehrsordnung darf man die Hupe nur in Gefahrensituationen einsetzen, aber beim Autokorso anlässlich einer Hochzeit drücken die Behörden ein Auge zu.

Foto: by Jan Weber © Jan Weber Photography