21. September 2018

Brautstrauß

Brauchtum Brautstrauß

Eine Hochzeit ohne Blumen ist fast so leer wie eine Trauung ohne Ringe – so denken nicht etwa nur Floristen. Nein, auch für alle anderen gehören Blüten in verschiedenen Variationen schlicht und einfach zu diesem Fest. Ob es die Blumenkinder sind, die – nach heidnischem Glauben – die Fruchtbarkeitsgötter gnädig stimmen sollen, oder die dekorativ arrangierten Buketts auf der festlichen Tafel: Die Blumen machen dieses bedeutende Fest erst so richtig gelungen.

Das gilt erst recht für den Brautstrauß. Viele sagen, er sei das wichtigste Accessoire der Braut. Und tatsächlich lassen sich mit dem Hochzeitsstrauß nicht nur tiefe Gefühle ausdrücken – man denke nur an die Symbolik einzelner Pflanzen und Farben. Sondern der Brautstrauß rundet auch das gesamte Erscheinungsbild der Braut ab.

Brautstrauß Binden – die Techniken

Der Blumenstrauß zur Hochzeit lässt sich auf unterschiedlichste Arten binden; vom zierlichen Biedermeiersträußchen bis zum üppigen Bukett, als schlichter Strauß oder als kunstvoll arrangiertes Gebinde, mit Grün verziert oder mit Bändern versehen. Für jede Frau gibt es den individuellen Brautstrauß, der zu ihrem Typ und zu ihrem Kleid passt. Am schönsten ist es dabei, wenn die gesamte übrige Blumendekoration in der Kirche und auf der Festtafel darauf abgestimmt ist.

Tradition des Brautstrausses

Laut Tradition besorgt der Bräutigam den Brautstrauß und überreicht ihn seiner frisch gebackenen Ehefrau vor der Kirche. Wer dem Geschmack des künftigen Ehemannes nicht so recht traut, kann die eigene Mutter oder eine gute Freundin mitschicken – immerhin wissen sie wahrscheinlich am besten, wie das Kleid aussieht. Allerdings ist es gewiss auch kein Unglück, wenn beide gemeinsam das Bukett auswählen.

Heutige Bedeutung des Brautstrausses

Inzwischen erfüllt der Hochzeitsstrauß nur noch einen dekorativen Zweck. Das war jedoch nicht immer so. Denn als die Frauen extrem eng eingeschnürt waren, um eine besonders schmale Taille vorzuweisen, waren sie oft der Ohnmacht nah. Der Brautstrauß mit damals sehr starkem Duft ersetzte das seinerzeit sonst übliche Riechfläschchen und verhinderte den Schwächeanfall vor dem Traualtar.

Brautstrauss-Werfen

So viel Liebe und oft auch Geld in dem Brautstrauß stecken mag – viele Bräute halten an der Tradition fest, am Ende der Feier das Gebinde über die Schulter nach hinten zu werfen, wo sich die unverheirateten weiblichen Gäste versammelt haben. Diejenige, die ihn auffängt, wird als Nächste heiraten. Das sagt zumindest der Brauch. Wem der Strau0 zu schade zum Wegwerfen ist, kann ganz listig einen gleichen, aber kleineren binden lassen und für dieses Ritual verwenden.